In der chemischen Industrie steigen die Anforderungen kontinuierlich: kleinere Losgrößen, höhere Variantenvielfalt und wachsender Lieferdruck. Gleichzeitig entscheiden kurze Durchlaufzeiten zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit, Termintreue und Resilienz. Genau hier setzt das Beratungsangebot der CMC² GmbH an: Wir unterstützen Chemieunternehmen dabei, Durchlaufzeiten nachhaltig zu verkürzen – pragmatisch, datenbasiert und umsetzungsorientiert. Sie erfahren, wo Ihre größten Zeitverluste entstehen, Bottlenecks die Produktionsprozesse behindern und welche Maßnahmen schnell Wirkung zeigen.
Was bedeutet Durchlaufzeit in der Chemie?
Die Durchlaufzeit umfasst alle Schritte vom Auftragseingang über Produktion und Qualitätsprüfung bis hin zum Versand. In der chemischen Prozessindustrie ist sie durch einige Besonderheiten geprägt: Batch-Prozesse, Mehrproduktanlagen, komplexe Reinigungszyklen, umfangreiche Produkt-Qualitätssicherung und regulatorische Anforderungen.
Ein zentraler Befund aus unserer Projekterfahrung: Der Anteil wertschöpfender Zeit ist oft überraschend gering. Liegezeiten, Rüstprozesse, Wartezeiten zwischen Anlagen oder ineffiziente Planung dominieren häufig den Ablauf. Genau hier liegen die größten Optimierungspotenziale – im Rahmen einer ganzheitlichen Prozessoptimierung in Chemie und Pharma.
Die 5 Hebel zur Verkürzung der Durchlaufzeit
Unser Beratungsansatz basiert auf fünf bewährten Hebeln, die individuell kombiniert werden können und schnell messbare Effekte liefern:
1. Wertstromanalyse zur Schaffung von Transparenz
Ausgangslage: Intransparente Abläufe und versteckte Engpässe verlängern Durchlaufzeiten unnötig.
Maßnahme: Ganzheitliche Analyse des Wertstroms vom Auftrag bis zum Versand.
Technologie & Methode: Visualisierung von Material- und Informationsflüssen, Identifikation von Liegezeiten. Nutzung der Critical-Path-Methode (CPM).
Typischer Nutzen: Klare Prioritäten für Optimierungsmaßnahmen und deutliche Reduktion nicht-wertschöpfender Zeiten.
2. Optimierung von Scheduling und Reihenfolgeplanung
Ausgangslage: In Mehrproduktanlagen entstehen durch ungünstige Reihenfolgen zusätzliche Rüst- und Reinigungsaufwände.
Maßnahme: Systematische Optimierung der Produktionsplanung und Sequenzierung.
Technologie & Methode: Advanced Scheduling-Tools und heuristische Planungslogiken.
Typischer Nutzen: Verkürzte Durchlaufzeiten, geringerer Reinigungsaufwand und stabilere Produktionspläne.
3. Reduzierung von Rüst- und Reinigungszeiten
Ausgangslage: Häufig verursachen Produktwechsel und Reinigungen erhebliche Stillstände.
Maßnahme: Einführung von SMED-Prinzipien (Single Minute Exchange of Die) und Optimierung der Abläufe.
Technologie & Methode: Standardisierung, Parallelisierung von Tätigkeiten sowie datenbasierte Reinigungsvalidierung.
Typischer Nutzen: Reduzierte Stillstandszeiten und höhere Anlagenverfügbarkeit – oft im zweistelligen Prozent-Bereich.
4. Process Mining – Datenbasierte Realität verstehen
Ausgangslage: Die tatsächlichen Prozessabläufe weichen oft von den geplanten ab.
Maßnahme: Analyse realer Prozessdaten aus ERP-, MES- oder PLS-Systemen.
Technologie & Methode: Process Mining zur Identifikation von Verzögerungen, Schleifen und Abweichungen.
Typischer Nutzen: Objektive Entscheidungsbasis und schnelle Identifikation von „Hidden Factories“, die nicht wertschöpfende Aktivitäten, Ineffizienzen und Workarounds umfassen.
5. Synchronisation von Demand Forecasting & Lieferketten
Ausgangslage: Unscharfe Prognosen und fehlende Abstimmung führen zu kritischen Engpässen und Überbeständen.
Maßnahme: Verbesserung der Bedarfsplanung und Abstimmung zwischen Produktion und Supply Chain.
Technologie & Methode: Prognosemodelle, integrierte Planung und engere Zusammenarbeit zwischen Bereichen.
Typischer Nutzen: Reduzierte Bestände, optimierte Auslastung und höhere Termintreue.
Typische Hürden – und wie wir sie lösen
Aus den Projekten mit unseren Kunden wissen wir, dass die Optimierung der Durchlaufzeit in der Chemie kein Selbstläufer ist. Typische Herausforderungen sind:
- Datenlücken & fehlende Schnittstellen zwischen ERP-, MES- und Prozess-Leitsystemen
- Komplexe Mehrproduktanlagen mit anspruchsvollen Reinigungsprozessen
- Fehlende Planungsdisziplin und unzureichende bereichsübergreifende Abstimmung
- Regulatorische Anforderungen wie GMP oder REACH, die bürokratischen Mehraufwand erzeugen
CMC² begegnet diesen Herausforderungen mit einem strukturierten, praxisnahen Vorgehen. Wir starten bewusst mit einem klar abgegrenzten Themenfeld, erzielen schnelle Erfolge und skalieren die Maßnahmen anschließend schrittweise.
Ihr Nutzen auf einen Blick
Unsere Kunden profitieren von messbaren Effekten:
- Verkürzung der Durchlaufzeiten um typischerweise 15–30 %
- Reduktion von Liege- und Stillstandszeiten
- Verbesserung der Termin- und Liefertreue
- Höhere Anlagenproduktivität bei gleichbleibender Qualität und Sicherheit
FAQ – häufige Fragen
Welche Hebel wirken am schnellsten?
Wertstrom- und CPM-Analysen liefern oft die schnellsten Ergebnisse, da sie direkt sichtbare Engpässe adressieren und in vielen Fällen ohne große IT-Investitionen umgesetzt werden können.
Wie verbessert man Durchlaufzeiten in Mehrproduktanlagen?
Durch optimierte Reihenfolgeplanung, reduzierte Reinigungsaufwände und abgestimmte Produktionspläne lassen sich erhebliche Effekte erzielen.
Welche Rolle spielen SMED und Wertstromanalyse?
SMED reduziert Rüstzeiten, während die Wertstromanalyse Transparenz schafft. Beide Methoden sind zentrale Bausteine erfolgreicher Optimierungsprogramme.
Wo sollten mittelständische Unternehmen starten?
Am effektivsten ist der Projektstart mit einem klar definierten Pilotbereich – beispielsweise eine Anlage oder Produktgruppe – mit schnell messbaren Ergebnissen.
Fazit: Schnell starten, nachhaltig profitieren
Kürzere Durchlaufzeiten entstehen nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel aus zielführenden Methoden, belastbaren Daten und konsequenter Umsetzung. Mit den fünf Hebeln bietet CMC² ein strukturiertes Beratungspaket, das schnell Wirkung zeigt und langfristige Verbesserungen sichert.
Starten Sie jetzt mit Ihrer Prozessoptimierung in Chemie und Pharma und erschließen Sie die Potenziale in Ihrer Produktion – wir begleiten Sie von der Analyse bis zur Umsetzung.
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI & Fachrecherche erstellt sowie von unserer Redaktion geprüft.
Autor: Dr. Thomas Wagner



